Chronik des Vereins

Über 125 Jahre Musikkapelle Lechbruck

Die Annalen des Krieger- und Veteranenvereins Lechbruck nennen eine Rechnung von 1879, in der anlässlich eines Veteranenfestes Ausgaben von 24,34 Mark für Essen und Bier an die Musikkapelle vermerkt sind. So bleibt 1879 vorläufig das älteste belegte Erwähnungsdatum der Kapelle. Die geschichtlichen Jahrbücher des Krieger- und Veteranenvereins Lechbruck belegt nahezu lückenlos die Existenz der Musikkapelle Lechbruck bis in das Jahr 1945, wo dann eigene Aufzeichnungen der Kapelle die weitere Geschichte der Lechbrucker Musikanten darlegen.
Die Musikkapelle Lechbruck zählt somit belegbar zu den ältesten und traditionsreichsten Laienorchester der Bundesrepublik Deutschland. Dies wurde 1988 vom Bundespräsidenten, Herrn Dr. Richard von Weizsäcker, durch die Verleihung der PRO-MUSIC-PLAKETTE an die Lechbrucker Musikkapelle gewürdigt.

Höhepunkte aus der über 125-jährigen Geschichte unserer Musikkapelle

2007

In der Jahreshauptversammlung trat Jürgen Engel aus privaten Gründen von seinem Amt als 2. Vorstand wieder zurück, welches nun von Stefan Müller übernommen wurde.
Die Organisation des Bezirksmusikfestes stand in diesem Jahr natürlich im Vordergrund, wofür verschiedene Arbeitskreise gebildet wurden.

Seit Neugründung des Vereins wurde bis dahin acht Männern die musikalische Leitung anvertraut:

Peter Lang
Markus Lang
Hans Barfüßer
Adolf Schicht
Willi Hof
Paul Kellner
Sepp Langenwalder (ab Mitte 1977)
und seit Anfang 2003 Gerd Dietershagen

2006

Zu Jahresbeginn erschütterte die Musikanten die Todesmeldung des Gründungsmitgliedes und Ehrenvorstandes, Herrn Franz Wiedemann.
In der Jahreshauptversammlung gab Andreas Müller nach sechszehnjähriger Tätigkeit sein Amt als 2. Vorstand ab und übergab es an Jürgen Engel.

2005

Zum 50-jährigen Jubiläum des Musikvereins Lechbruck wurde ein Festwochenende mit folgenden Programmpunkten organisiert:
27. Mai: Festakt in der Lechhalle mit Ehrung der Gründungsmitglieder und Ernennung von Peter-Paul Kartmann zum Ehrenvorstand für seine organisatorische Arbeit, die er 20 Jahre in verschiedenen Funktionen geleistet hat.
29. Mai: Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen und Festausklang am Musikpavillon.
In diesem Jahr wurde mit den ersten Planungen für das Musikfest 2008 begonnen.

2004

Beim Wertungsspiel in Altenstadt, erstmals unter der Leitung von Gerd Dietershagen, konnte trotz Dirigentenwechsel ein „ausgezeichneter Erfolg“ in der Oberstufe erspielt werden.
Auch die Jugendkapelle, erstmals unter der Leitung von Peter Matzneller, erspielte einen sehr guten Erfolg.

Musikkapelle Lechbruck beim Kirchenfest 2004

2003

Dieses Jahr kann als „Jahr der Veränderung“ bezeichnet werden.
Am 24. Januar legte Josef Langenwalder aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen sein Amt als 1. Dirigent der Musikkapelle Lechbruck nieder und reichte seinen Dirigentenstab an Gerd Dietershagen weiter.
Sepp Langenwalder führte die Kapelle 25 Jahre, welche geprägt waren von einer stetigen und überdurchschnittlichen musikalischen Weiterentwicklung. Durch unermüdliche Proben- und Jugendarbeit, basierend auf einer fundierten fachlichen Qualifikation, verbunden mit enormem musikalischen Talent und Ehrgeiz wurde Sepp Langenwalder zum „Vater“ eines außergewöhnlichen Erfolgs. Auch Georg Müller, Dirigent der Jugendkapelle, übergab 2003 seinen Dirigentenstab an Peter Matzneller. Georg Müller leistete 10 Jahre lang eine ausgezeichnete Jugendarbeit.

2002

Beim alljährlichen Jahreskonzert konnte Josef Langenwalder für seine 25-jährige Stabführung ausgezeichnet werden.
Am 8. und 9. Juni fand nach erfolgreicher Fertigstellung ein „Tag der offenen Tür“ mit Einweihung der neuen Musikräume statt.
Folgende Anzahl an Stunden wurden für den Musikraum in Eigenleistung erbracht:

Musikkapelle:                                           5.425 Stunden
Jugendkapelle:                                             134 Stunden
Sonstige Helfer:                                           209 Stunden
Gesamt:                                                      5.768 Stunden

Natürlich muss an dieser Stelle auch den zahlreichen Helfern, Gönnern und besonders der Gemeinde Lechbruck für das Ermöglichen dieses Projekts gedankt werden.

Big Band-Besetzung der Musikkapelle Lechbruck Faschingsball 2002

2001

Im März waren bereits die ersten Arbeiten am neuen Musikraum abgeschlossen, was sogleich mit einem Hebauf gefeiert wurde.
Siegfried Wiedemann wurde für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Musikkapelle geehrt.
Die Jugendkapelle feierte dann im Herbst mit einem „Herbstkonzert“ ihr 10-jähriges Bestehen.

2000

Da der bisherige Musikraum im Gebäude des Kindergartens (wegen Eigenbedarf) weiterhin nicht mehr genutzt werden konnte, bekam der Musikverein die Möglichkeit, seine Räumlichkeiten ins geplante „Haus der Vereine“ zu verlagern.
Auch in der Vereinsführung gab es eine entscheidende Änderung. Peter-Paul Kartmann, der den Verein 10 Jahre als 1. Vorstand mit großem Engagement und organisatorischem Geschick führte, verkündete seinen Rücktritt. An seine Stelle trat Herbert Thieme.

1999

Die Jugendkapelle versuchte sich beim Wertungsspiel erstmals in der Mittelstufe, wobei sie eine Belobigung erlangte. Außerdem schaffte ein Holzbläserquintett den Landessieg beim Kammermusikwettbewerb.
Ein neues Logo, welches den Musikverein unverwechselbar machen sollte, wurde ebenfalls entworfen.

1998

1998 feierte das ganze Dorf 600-jähriges Bestehen des Ortes Lechbruck.
Bei den Wertungsspielen in Weilheim und Buching wagte Josef Langenwalder zum ersten Mal den Aufstieg in die Höchststufe, was jeweils mit einem 1. Rang mit Auszeichnung belohnt wurde.
In diesem Jahr wurde außerdem erstmals eine Probenwoche in Babenhausen mit der Jugendkapelle durchgeführt.

Musikkapelle Lechbruck 1998, Bild für Ortsprospekt

1995

Neben dem 40-jährigen Gründungjubiläum der Musikkapelle Lechbruck fand in Füssen das Bundesmusikfest statt, welches noch zusätzliche Aufgaben für die Lechbrucker Musiker bereithielt.
Am 12. März wurde Josef Langenwalder von Landrat Adolf Müller geehrt. Er erhielt eine Urkunde für „langjährige hervorragende Verdienste“, unterzeichnet vom Bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

1994

Erstmals fand ein Weihnachtskonzert in der Kirche unter dem Motto „Bläsermusik zum Advent“ statt.

1993

In diesem Jahr übernahm Georg Müller die musikalisch Leitung der Jugendkapelle und zugleich das Amt des 2. Dirigenten.

1992

Erstmals nahm die Jugendkapelle beim Wertungsspiel in Murnau teil und erreichte in der Jugendstufe einen 1. Rang mit Auszeichnung.
Etwas ganz außergewöhnliches war es für eine kleine Besetzung der Kapelle auf Oktoberfesten über dem „großen Teich“ in Cinncinatti und Columbus zu spielen.
Als ein besonderes Fest empfanden die Lechbrucker die Glockenweihe am 25. Oktober, wo unter Teilnahme der örtlichen Vereine die festlichen geschmückten neuen Glocken auf ihrem Weg zur Kirche begleitet wurden.

Kleine Besetzung der Musikkapelle 1992 bei den Niagarafällen, von links nach rechts:
1. Reihe: Siegfried Wiedemann, Ralf Staub, Peter-Paul Kartmann, Axel Staub
2. Reihe: Werner Riesemann, Stefan Zink, Ulrich Zink, Stefan Müller, Martin Ott, Stefan Fichtl, Peter Thieme, Franz Lochbihler, Andreas Müller, Georg Müller

1991

Die am 26. April aufgezeichneten Archivaufnahmen für den Bayrischen Rundfunk im MODEON waren in den folgenden Jahren des Öfteren im Radio zu hören.
Durch jahrelange intensive Ausbildung von jungen Musikerinnen und Musikern konnte in diesem Jahr die Jugendkapelle Lechbruck gegründet werden, was die weitere Entwicklung der Jugendarbeit enorm förderte.

Musikkapelle Lechbruck am Tag der Blasmusik 1991

1990

Am 25. Mai wurde die Musikkapelle Lechbruck eingeladen, in Garmisch den Festakt der Landesmusik zu spielen.
Am 5. August feierte die Gemeinde zusammen mit den örtlichen Vereinen und der Musikkapelle das 200-jährige Kirchenjubiläum von „Maria Heimsuchung“.

1988

1988 war ein sehr aktives Jahr, das mit vielen Vorbereitungen für das bevorstehende Bezirksmusikfest in Lechbruck, sowie im Frühjahr mit dem Ausbau des Musik-Proberaums im Kindergarten ausgefüllt war.
Das 16. Bezirksmusikfest, das vom 22. bis 24. Juli im Ort stattfand, war organisatorisch die größte Herausforderung und der absolute Höhepunkt seit Bestehen der Kapelle und wurde mit viel Ernst, Engagement, aber nichts desto trotz, mit viel guter Laune aller Teilnehmer gefeiert. Eine Woche später wurde das Gautrachtenfest ebenfalls in Lechbruck abgehalten, wo die Kapelle den Trachtenverein musikalisch unterstützte und das Fest im Zelt ein ausgiebiges Ende fand.

Musikkapelle Lechbruck beim Festzug des Bezirksmusikfestes 1988

1987

Der Höhepunkt dieses Jahres war die Fahrt zu den Internationalen Militär-Leichtathletik-Meisterschaften an der Bundeswehrsportschule in Warendorf. Unsere Kapelle spielte im Wechsel mit einer Bundeswehr-Bigband einen bunten Abend vor genauso „buntem“ Publikum.
In diesem Jahr wurde auch der Antrag auf Verleihung der PRO-MUSICA-PLAKETTE gestellt. Zum Erfolg des Antrages trugen bei: Die verschiedenen Schriftführer mit ihren Protokollen, Josef Langenwalder, der die Altersnachweise in Büchern des Veteranenvereines entdeckte und schließlich Peter-Paul Kartmann, der in Zusammenarbeit mit Axel Staub eine Chronik erarbeitete und die Anträge an die entscheidenden Stellen weiterleitete.

1986

Beim Jahreskonzert wurden der Bevölkerung die neuen Trachtenjanker vorgestellt. Einige Lechbrucker Musiker beteiligten sich an einer Serenade, welches ein Bezirksorchester des Bezirks 3 Füssen im Schlosshof von Neuschwanstein anlässlich des 170-jährigen Bestehens der Musikkapelle Schwangau gestaltete.

Musikkapelle Lechbruck 1986, von links nach rechts:
1. Reihe: Christoph Hilz, Angelika Ott, Andreas Weber, Martin Ott, Bettina Schuster, Josef Langenwalder (Dirigent), Bianka Köpf, Peter-Paul Kartmann, Andreas Eger, Cornelia Schuster, Stefan Fichtl
2. Reihe: Franz Wiedemann (Vorstand), Herbert Thieme, Michael Köpf, Andreas Müller, Ulrich Zink, Manfred Hack, Franz Lochbihler jun., Franz Lochbihler sen., Peter Thieme, Axel Staub, Stefan Bilgeri, Thomas Fröhlich, Rudolf Ungelert
3. Reihe: Gerd Staub, Stefan Zink, Roman Zink, Stefan Müller, Siegfried Wiedemann, Andres Burkhart, Georg Müller, Franz Jungbauer, Thomas Lang, Ulrich Ott, Andreas Langenwalder
4. Reihe: Max Härtle, Ralf Staub, Josef Grieser, Erwin Settele, Werden Riesemann, Martin Riesemann

1985

Martin Riesemann übernimmt das Amt des 2. Vorstandes von Josef Köpf. Der damalige 1. Vorstand Franz Wiedemann nicht mehr aktiv in der Kapelle mitwirkte, war Martin in seiner 3-jährigen Amtszeit neben dem Alltagsgeschäft maßgeblich am Ausbau des Musikraumes im Kindergarten, sowie an der Organisation des Bezirksmusikfestes beteiligt.

1984

Ein Höhepunkt für die jungen Musikanten der Kapelle war die Teilnahme an einem „Konzert für Jungbläser“ am 12. Oktober im Kurhaus Füssen, wo sie nach der Aufführung von „Choral and Rockout“ von Ted Huggens, mit reichem Applaus belohnt wurden.

1983

Beim Wertungsspiel in Böbing konnte sich die Kapelle mit einem 1. Rang mit Auszeichnung in der Oberstufe etablieren.
Der Musikverein erhielt in diesem Jahr eine neu überarbeitete Vereinssatzung.

1982

Am 4. Februar fand die Aufzeichnung zum Fernseh-Wirtshausdisput „Jetzt red i“ und am 14. April die Fernsehaufzeichnung für die Sportsendung „Blickpunkt Sport“ statt.
Beim Bezirksmusikfest in Roßhaupten am 4. Juli wagten die Musikerinnen und Musiker den Schritt in die Oberstufe und erspielten einen 1. Rang.

1981

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeierlichkeiten für das Hallenbad am 13. Juni und für das Feriendorf „Hochbergle“ am 16. Juni.
Beim Bezirksmusikfest in Prem am 23. Juli erreichte die Musikkapelle bei den Wertungsspielen in der Mittelstufe erstmals in der Geschichte der Kapelle einen ersten Rang mit Auszeichnung.

1980

Besonders erwähnt werden muss in diesem Vereinsjahr das „Konzert zum 25-jährigen Bestehen des Musikvereins“ am 31. Mai.

Musikkapelle Lechbruck am Tag der Blasmusik 1980

1979

Als einer der Höhepunkte des Vereinsjahres soll der 18. Januar genannt werden.
Hier ehrten die Musikanten ihren 1. Vorstand Franz Wiedemann mit einem Ständchen anlässlich seines 50. Geburtstags.

1978

Unter einer Vielzahl von Proben und Veranstaltungen, die das Jahr verzeichnet, tritt das „Konzert am Dreikönigstag“, dem 6. Januar, in den Vordergrund. Dem noch jungen Dirigenten Sepp Langenwalder gelang es schon nach kurzer Zeit, die Konzertbesucher vom hohen Leistungsstand der Kapelle zu überzeugen.
Am 22. Juni nahm die Kapelle erstmals seit 1968 (Roßhaupten) an einem Wertungsspiel des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes teil. In Marktoberdorf erspielten sich die Musikanten in der Mittelstufe mit 112 Punkten einen 1. Rang.

1977

Am 18. Juni übernahm Sepp Langenwalder anlässlich eines Heimatabends die Stabführung der Kapelle.
Das überaus erfolgreiche Musikjahr ging mit dem Musikausflug vom 6. bis 9. Oktober zu Ende. Diesmal steuerte man Paris an, wo zusammen mit einigen passiven Mitgliedern des Vereins gemütliche Stunden verbracht wurden.

1976

Schon im März wurde die Musikkapelle vom Verkehrsverein Lechbruck zu einer Werbefahrt nach Blieskastel im Saarland eingeladen. Heimatabende und zahlreiche Standkonzerte standen auf dem Programm dieser Reise.

Musikkapelle Lechbruck 1976, von links nach rechts:
1. Reihe: Max Härtle, Rudi Ungelert, Peter Kösl
2. Reihe: Peter Graml, Peter-Paul Kartmann, Herbert Ungelert, Erwin Köck, Josef Lang, Thomas Fröhlich, Peter Weber, Josef Köpf, Hans Hack, Josef Grieser, Axel Staub
3. Reihe: Paul Kellner (Dirigent), Hermann Pfanzelt, Peter Raffler, Stefan Bilgeri, Franz Lochbihler, Toni Ott, Roman Zink, Siegfried Wiedemann, Oswald Schnabl, Konrad Enzensberger
4. Reihe: Franz Wiedemann (Vorstand), Franz Jungbauer, Martin Riesemann, Ulrich Ott, Wilhelm Riedel

1975

Am 24. Mai hielt unsere Musikkapelle ihr erstes Frühjahrskonzert seit Bestehen des Vereins ab.
In der Zeit vom 30. Mai bis 2. Juni war die Musikkapelle auf einer Werbefahrt nach Gronau (Westfahlen) unterwegs. Zusammen mit dem Trachtenverein, dem Urspringer Dreigsang und Klaus Fink warben die Lechbrucker für ihr Urlaubsdorf.

1955 bis 1974

So wurde dann Anfang Januar 1955 mit Anschlägen und durch Handzettel die Bevplkerung Lechbrucks aufgerufe, der Gründungsversammlung am 8. Januar im Gasthaus „Metzgerwirt“ beizuwohnen. 26 aktive Musiker und etwa 40 Musikinteressierte kamen diesem Aufruf nach.
Nach der Eröffnung der Sitzung wurde Schneidermeister Max Dodl zum Versammlungsleiter bestimmt. Weiterhin erfolgte die Anfertigung einer Gründungsliste, die außer den aktiven Musikern 33 Personen als Gründungsmitglieder nennt.

Die Wahl der Vorstandschaft, die schriftlich durchgeführt wurde, brachte folgendes Ergebnis:
1. Vorstand        Richard Müller
2. Vorstand        Markus Lang
1. Dirigent           Peter Lang
2. Dirigent           Markus Lang
Schriftführer      Franz Wiedemann
Kassier                 Jakob Lierheimer
Beisitzer              Wolfgang Köpf, Karl Teille, Josef Braun, Jakob Mößmer

Der Musikverein Lechbruck war somit gegründet.
Zu den ersten Aufgaben des neugeborenen Vereins zähle die Festlegung des Mitgliedbeitrags. Man einigte sich hier auf 3,- DM jährlich für passive Mitglieder und 1,- DM jährlich für aktive Mitglieder.
Die erste Ausschusssitzung wurde dann im eigenen Vereinshaus am Sportplatz, das durch die Initiative von Peter Lang zusammen mit Mitgliedern der Blaskapelle schon vor der Vereinsgründung als Proberaum gebaut wurde, abgehalten. Hier wurde auch die Vereinssatzung, entworfen von Herrn Richard Müller, ebenfalls noch im Jahre 1955 erlassen. Diese Vereinsstatuten behielten bis 1983 ihre Gültigkeit. Erst dann wurde eine, der heutigen Zeit entsprechende neue Satzung verabschiedet, die 1987 mit dem Eintrag des Vereins ins Vereinsregister überarbeitet wurde.
Der Wunsch nach einer einheitlichen Kleidung ging 1962 in Erfüllung. Dank großzügiger Unterstützung der Bevölkerung, ortsansässiger und auswärtiger Firmen konnte eine neue Tracht (Trachtenanzug mit schwarzem Hut) beschafft werden. Bis in die 70er Jahre prägte sie das Gesicht der Kapelle.

Musikkapelle Lechbruck 1962, von links nach rechts:
1. Reihe: Georg RIegg, Toni Ott, Roman Zink, Konrad Enzensberger, Friedel Lendle, Clement Dodl.
2. Reihe: Oskar Kienberger, Sepp Marxer, Willi Merkl, Sepp Lang, Rudolf Müller, Wolfgang Köpf, Karl Lang, Sepp Köpf, Peter Lang (Dirigent), Andreas Böck, Adolf Schicht, Manfred Ungelert, Franz Lochbihler, Franz Wiedemann

Dann erst konnte der noch aus Stoff bestehende Trachtenanzug in die bis heute erhalten gebliebene Tracht eingetauscht werden: Lederhose, grüner Trachtenjanker, rote Weste und grüner Hut mit Flaum. 1986 wurden die grünen Trachtenjoppen durch graue ersetzt.
Dass der Lechbrucker Musikverein die Berührung mit dem Medium „Film“ nicht scheute, zeigt das Jahr 1958. Damals wurde bei einem Kamerateam aus München ein Film in Auftrag gegeben, der die Bevölkerung Lechbrucks bei ihren Arbeiten und in ihren Vereinen zeigt. Die Erstaufführung war in der Lechhalle im November des selben Jahres.
Immer größer wurde die Bedeutung des Fremdenverkehrs für Lechbruck. Dies machte es notwendig, Werbung für den Ort zu betreiben. So organisierte der Fremdenverkehrsverein Lechbruck, unter der Teilnahme der Blasmusik, Werbefahrten nach Esslingen und Neuwied.
Dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam, bewiesen die Reisen der Kapelle nach Mallorca (1967), Teneriffa (1973) und zahlreiche Musikausflüge in die nähere Umgebung.

1939 bis 1954

Wie aus den letzten Vermerken in den Annalen des Krieger- und Veteranenvereins Lechbruck unschwer zu ersehen ist, kam es 1939 und in den darauffolgenden Jahren zur fast vollständigen Auflösung der ehemals 40 Mann zählenden Kapelle.
Nach 1945 war es Markus Lang, der die Musiker zusammenrief und einen Neubeginn wagte. Mit 16 Männern versuchte er die Tradition der Blasmusik im Ort aufrecht zu erhalten.
1954, bei einer Stammtischrunde beim „Welschenwirt“, bei der auch der damalige Dirigent der Blaskapelle, Peter Lang, anwesend war, wurde in Erwägung gezogen, einen Musikverein zu gründen. Die Mitglieder der Blasmusik Lechbruck, unterrichtet von Peter Lang, waren damit gerne einverstanden.

1914 bis 1938

Die Eintragungen des Veteranenvereins erwähnen die Musikkapelle in dieser Zeit hauptsächlich im Zusammenhang mit Beerdigungen, Kriegerdenkmaleinweihungen in den Nachbargemeinden und Theaterveranstaltungen.

1879 bis 1913

Das Kassenbuch des Krieger- und Veteranenvereins nennt während dieser Zeit Ausgaben an die örtliche Musikkapelle für deren Beteiligung an verschiedenen Feierlichkeiten und Beerdigungen Lechbrucker Bürger. Regelmäßig wird die Teilnahme an den jährlichen Veteranenjahrtagen und Veteranenbällen genannt. Auch das Geburtstagsfest seiner königlichen Hoheit des Prinzregenten am 12. März des jeweiligen Jahres findet seine Erwähnung. Wie aus den Unterlagen zu ersehen ist, wurde es immer von der Musikkapelle umrahmt. Dass in Lechbruck auch ein „Burschenverein“ existierte, zeigt eine Eintragung von 1909. Am 27. Mai des Jahres beteiligte sich die Musik an der Fahnenweihe dieser Vereinigung.